20.02.2011 -  Lehrgangsbester bei der ADAC Rallye Schule in Oschersleben

Um nach zahlreichen Erfolgen auf der Rundstrecke, am Berg und im Slalom auch einmal im Bereich des Rallyesports erste Erfahrungen zu sammeln, nahm Valentin an der diesjährigen ADAC Rallye Schule in Oschersleben als Fahrer in seinem BMW 120d Coupé teil. Zusammen mit seinem Vater Gerolf Hummel als Beifahrer und 27 weiteren Teilnehmern lernte Valentin an diesem Wochenende in Theorie und Praxis, was von einem angehenden Rallye-Fahrer erwartet wird. Angeleitet und unterstützt wurde er hierbei von dem sehr erfahrenen Rallyepiloten und ADAC Rallye Junior Cup Sieger von 2003 Maik Steudten. Dessen damaliger Co-Pilot, der national und international erfahrene Sebastian Geipel, übernahm den Part des Instruktors für die Beifahrer. Die ADAC Rallye Schule soll dem interessierten Nachwuchs gezielt durch konsequente Förderung und Schulung den Einstieg in den Rallyesport erleichtern. 

Nach der offiziellen Begrüßung am Freitag zeigte sich in der anschließenden Vorstellungsrunde, dass unter den Teilnehmern auch einige bereits erfahrene Fahrer aus dem Kart-, Slalom- und Autocross-Sport zu finden waren. Der Freitag war überwiegend theorielastig und umfasste Themen wie den strukturellen Aufbau des Motorsports, den Ablauf einer Rallye sowie das aktuelle Reglement.

Nach dem morgendlichen Frühsport durften die Fahrer dann am Samstag ihr Können auf der Renn- und Kartstrecke der Motorsport Arena Oschersleben unter Beweis stellen. Mal mit, mal ohne Maik Steudten als Beifahrer wurde Valentin schnell mit den Besonderheiten des Rallye-Fahrens vertraut. Im weiteren Verlauf des Tages wurden dann nach einem weiteren theoretischen Teil die unverzichtbaren Aufschriebe, das sog. „Gebetbuch“, erstellt. Dieses stellt während einer Rallye die Verbindung zwischen Fahrer und Beifahrer her und wird bei Besichtigung der Strecke auf Ansage des Fahrers erstellt. Diese Daten übermittelt der Beifahrer dann während einer Wertungsprüfung dem Fahrer über Bordfunk, so dass dieser in der Lage ist, eine unbekannte Strecke extrem schnell zu durchfahren. Das Fahren anhand der Aufschriebe als simulierte Wertungsprüfung war dann Teil der nächsten praktischen Übung, wobei Valentin die vorgegebene Strecke auch rein aus dem Gedächtnis hätte fahren können. Nach einer schriftlichen Abschlussprüfung ging schließlich ein ereignisreicher zweiter Tag zu Ende.

Am Sonntag wurde den Fahrern zuerst ihre jeweilige Startzeit mitgeteilt, um dann als praktische Übung anhand des sog. Road Books eine Verbindungsetappe mit Zeitkontrolle zu bestreiten. Was nicht allen Teilnehmern auf Anhieb leicht fiel, stellte für Valentin und seinen Vater als Beifahrer kein Problem dar und so erreichten Sie just in time den nahe gelegenen Arena Offroad Park. Hier sollte der 2. Teil des Fahrertrainings auf Schotter stattfinden. Obwohl Valentin bisher überwiegend Asphalt als Bodenbelag gewohnt war, fiel es ihm von Anfang an nicht schwer, sein fahrerisches Können auch auf weniger haftendem Untergrund zu beweisen. Valentins gekonnte Drifts und Lenkmanöver entgingen auch Instruktor Maik Steudten nicht, der immer wieder über Bordfunk lobende Worte für einen der jüngsten Fahrer dieses Lehrgangs äußerte. Während letztlich einige Teilnehmer in der Kiesgrube Getriebeschäden, geplatzte Reifen oder Kollisionsschäden davontrugen, beendete Valentin diese Übung ohne einen Kratzer.

Nach der abschließenden praktischen Prüfung zog Fahrerinstruktor Maik Steudten schließlich folgendes positives Resumée: „Man sieht, dass du sehr viel Talent hast, auch wenn ich mich gefragt habe, wie es wohl auf dem Schotter für dich laufen wird. Das ist bei Rundstreckenfahrern nicht immer unproblematisch, aber auch hier hast du alles super gemacht.“

Und so wunderte es am Ende niemanden, dass Valentin verdient als Lehrgangsbester mit einer nenngeldfreien Teilnahme an einem Lauf des ADAC Rallye Junior Cups 2011 belohnt wurde, bei dem ihm auch die Rallyeversion eines Dacia Logan vom ADAC kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Mit seinen neu gewonnenen Erfahrungen wird Valentin nun ab April bei den diesjährigen ADAC Rallye Masters an den Start gehen, um auch im Rallyesport erfolgreich Fuß zu fassen. Seine Beifahrerin wird die Studentin Katja Geyer aus Frankfurt sein, die er in der ADAC Rallye-Schule kennenlernte und die bei einer testweise gefahrenen Wertungsprüfung durch perfekte Zusammenarbeit im Cockpit überzeugen konnte.  

Nun steht ein umfangreiches Trainingsprogramm der beiden auf dem Plan und man darf gespannt sein, wie sie sich bei der ersten Rallye im Erzgebirge Anfang April schlagen werden. Wir drücken die Daumen.