29.04.2012 - Valentin Hummel bei der Rallye Argentinien ohne Rennfahrzeug

Bei der Rallye Argentinien hatten sich Valentin Hummel und Co-Pilot Adrian Berghea viel vorgenommen.  Erstmals wollten Sie sich gemeinsam den besten Rallyefahrern der Welt in der PWRC stellen. Hierfür wurde ein Mitsubishi Lancer EVO X Gr. N des RALLI//ART America-Teams von Peter Gärtner durch Valentin genannt und Startnummer 55 vom Veranstalter vergeben.

Das vorgesehene Fahrzeug war jedoch zuvor beim ersten Lauf zur südamerikanischen Rallyemeisterschaft, der Rallye Trans Itapua in Paraguay, so stark beschädigt worden, so daß es nicht mehr rechtzeitig für Argentinien repariert werden konnte. Damit der erste Einsatz trotzdem noch möglich werden würde bot das RALLI//ART Italy-Team an, ihren recce-EVO für den Shakedown und die ersten 3 Etappen zur Verfügung zu stellen. Für die gesamte Rallye fehlten die Mechaniker. Dieses sehr sportliche Angebot  wurde dann aber wegen fehlender Perspektive verworfen. So konzentrierten sich der ADAC-Youngster und sein Co-Pilot auf das recce-Fahren.

 
3 Tage lang wurde  intensiv am Aufschrieb gearbeitet und die sehr anspruchsvollen Bedingungen wie Nebel im Lavafeld

 

und  frei laufende Pferde und Rinder auf der Wertungsprüfung

kennengelernt. Während der Veranstaltung mischte sich das Team dann unter die zahlreichen Zuschauer, die am Streckenrand den Teams zujubelten.

 

"Es ist sehr schade, dass wir hier im Wettbewerb nicht fahren konnten. Die Wertungsprüfungen sind sehr abwechslungsreich und schön. Diese Rallye liegt uns, denn wir mögen es sehr schnell oder eng und technisch anspruchsvoll" gibt Valentin zu Protokoll. " "Hier habe ich für eine Wertungsprüfung, die Matadero mit über 65km Länge, einen Aufschrieb gemacht, der einen ganzen Block gefüllt hat. Wahnsinn. Nach einmal vorlesen brauchst Du erst mal eine Flasche Wasser, so trocken ist dein Mund vom endlosen Vorlesen. Eine Stunde am Stück!" ergänzt Adrian. Da kann man nur hoffen, dass wir das ambitionierte Team in Europa wiedersehen.