19.08.2011 - Heimpleite nach Unfall bei der ADAC Rallye Deutschland in Trier 

Nach der so gelungenen Generalprobe bei der Rallye Oberehe waren Valentin Hummel und Katja Geyer voller Vorfreude nach Trier zum Saisonhöhepunkt gereist: dem WM-Lauf der ADAC Rallye Deutschland. Die ganze Woche war der Terminplan bereits mit Besichtigung, Organisation und der Abstimmung des Fahrzeugs gefüllt, bis es am Donnerstag Abend mit dem Show-Start durch die Porta Nigra richtig los ging. Leider sollte die Rallye sehr kurz werden…

Aus Rücksichtnahme auf die bevorstehende Materialschlacht hatten beide entschieden, nicht am Shakedown am Donnerstag Nachmittag teilzunehmen. Dadurch fiel es dem Fahrer jedoch schwerer, direkt auf WP1 das richtige Gefühl für das Fahrzeug zu haben und sich für die neuen Herausforderungen zu wappnen. Immerhin war es für beide die erste Rallye mit derart langen und anspruchsvollen Prüfungen. Nach etwa 15 km hatte man auf WP1 infolge eines Aufschriebfehlers eine Kuppe falsch angefahren, woraufhin der Citroen bei der Landung im Gras aufkam. Das Heck brach daraufhin nach links aus und aufgrund der Kompaktheit des Autos und des kurzen Radstandes war er nicht mehr zu fangen. Nach einer Drehung um 180 Grad nahm man rückwärts eine Böschung mit, wobei das linke Hinterrad an einer Asphaltkante abriss. Durch die Schräglage der Böschung kam das Auto erst nach einer Rolle über das Dach endgültig zum Stehen. Valentin und Katja blieben zum Glück gänzlich unverletzt und nur die Enttäuschung stand ihnen deutlich ins Gesicht geschrieben.

Der anschließende Schadensanalysereport ergab einige wichtige Punkte für das junge Team, an denen die beiden bereits arbeiten. So zum Beispiel, dass die Teilnahme am Shakedown eine gute Einstimmung für das Team auf die bevorstehende Rallye darstellen kann und dass insbesondere das Aufschriebsystem für Kuppen verfeinert werden muss. Die Kuppe, die beiden zum Verhängnis wurde, hat seit jeher bereits ihren Ruf, sehr tückisch zu sein und da Valentin auf der Rundstrecke nie mit Kuppen konfrontiert war, ist dies durchaus eine der wichtigsten Erfahrungen, die man sich nur über viele WP-km aneignen kann.


Valentin und Katja verbrachten fast den gesamten Freitag noch neben dieser Kuppe, da die Strecke von außen kaum zugänglich war, um den Citroen und das Team abzuholen. Beide verfolgten neugierig, wie andere Teams die Kuppe mal besser oder mal schlechter nahmen und diskutierten über entsprechende Fahrmanöver. Nachdem die WP freigegeben war, fuhren beide auch noch einmal nach Aufschrieb über die Strecke, um den Fehler zu finden und für das nächste Jahr im wahrsten Sinne des Wortes auszuradieren, denn dann werden beide wiederkommen – und es besser machen!