26.08.2012 - Valentin Hummel fährt bei der Rallye Deutschland Vorausfahrzeug #0

Bei der ADAC Rallye Deutschland musste Valentin mit Gino Kruhs als neuem Beifahrer fahren, da Adrian aus zeitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Einige Tage vor der Rallye war in den BMW noch eine hydraulische Handbremse eingebaut worden, um die vielen Haarnadelkurven in den Weinbergen besser meistern zu können.

Nachdem das Aufschriebsystem beim Recce aufeinander abgestimmt wurde konnten beide während der Rallye das Vertrauen zueinander aufbauen und die Zusammenarbeit wurde immer besser.

Da die beiden als letzter Vorauswagen mit der Nummer 0 direkt vor Loeb zu starten hatten, gab es keinen Spielraum zum trödeln oder für Fehler. Auf der ersten WP hatte sich jedoch unverschuldet ein Reifenschaden eingeschlichen und um die WRC nicht zu behindern wurde das Auto zum Reifen wechseln an einer sicheren Stelle abgestellt und die beiden folgenden Wertungsprüfungen mussten ausgelassen werden.

Zum zweiten Umlauf der drei WPs am Nachmittag war das Team jedoch wieder dabei und beendete diesen ohne dass Sie annähernd Probleme mit dem hinter ihnen startenden, achtfachen Weltmeister bekamen, aber nicht ohne dass das Auto den harten Weinberg-Prüfungen Tribut zollen musste. So musste abends im Service der Querlenker links vorne getauscht werden,

Am Samstag wurde es dann nicht minder hart denn das Highlight, die mit 46km als Königsetappe bezeichnete WP über die Panzerplatte in Baumholder, die wie alle anderen WPs auch zweimal gefahren wurde, stand an. Hier galt es insbesondere die am Streckenrand vorzufindenden Hinkelsteine und die zum Teil aufgerissenen Betonplatten gekonnt zu passieren.

Aber auch der Publikumsmagnet "Gina", eine sehr anspruchsvolle Sprungkuppe, wurde mit Bravour genommen und zeigte die ausgewogene Gewichtsverteilung des BMW.

Die lange Distanz der Panzerplatte führte sogar dazu, dass Valentin auf den vor ihm startenden Vorauswagen mit der Nummer 00, der von Isolde Holderied pilotiert wurde, auflief. Beim zweiten Umlauf reagiert der Rennleiter dann mit 7 statt 5 Minuten Startabstand.Nachdem das Team langsam Vertrauen ineinander geschöpft hatte und das Gefühl im Auto immer besser wurde, wagte man auch mal den Zeitvergleich mit der in Wertung fahrenden Konkurrenz der HJS Diesel Masters und zum großen Erstaunen stellte man fest, dass man trotz "gemäßigter" Fahrweise als Vorauswagen auf den drei WPs am Nachmittag zwei WP-Bestzeiten und eine zweitbeste Zeit gefahren hätte.

Der Sonntag begann jedoch nicht so erfreulich, als ein für die Ladung der Batterie zuständiges Steuergerät streikte und das Fahtzeug mit elektrischen Problemen erneut auf der Strecke anhalten musste. Bis der Fahrer den Fehler dann gefunden und behoben hatte waren WP13+14 gelaufen.

So wurde abschließend nur noch der Zuschauerrundkurs "Circus Maximus" rund um die Porta Nigra, mitten in Trier, gefahren. Ein kurzer Regenschauer vor dem Start machte die an sich simple Strecke, die über einige Passagen mit Kopfsteinpflaster führte, zu einer schönen Rutschpartie. Dabei konnte dann, bedingt durch den Heckantrieb, mit beherzten Drifts, den Zuschauern noch etwas eingeheizt werden.

[Onboard-Video vom Shakedown]