21.06.2009 - Valentin Hummel kann auch in der FIA GT3-EM überzeugen

Bei den Läufen 5 und 6 zur FIA GT3-Europameisterschaft in Oschersleben gab der gerade 18J+52T alte Youngster Valentin Hummel auf einem BMW Alpina B6 GT3 des M.P. Racing-Teams als jüngster Fahrer im Feld sein Debut. Sein Teamkollege auf dem Fahrzeug mit Startnummer 34 war der 22-jährige Franzose Michael Petit, Gewinner der französischen GT3-Meisterschaft 2007. Das zweite Fahrzeug des Teams war besetzt mit den Fahrern Gilles Vannelet, GT3Europameister 2007 und Chris Dymond, "Rookie of the Year" des britischen Renault Clio Cup 2007 und vormals Fahrer des GT3-Jaguar in der EM.



Obwohl Valentin Hummel noch keinen Testkilometer mit dem Fahrzeug im Vorfeld fahren konnte, war er beim ersten freien Training im internen Teamvergleich sogar schneller als der Teamkollege. Im zweiten freien Training war er dann einen Hauch langsamer. Im ersten Qualifying stellte der Teamkollege dann das Fahrzeug auf Startplatz 17 von 30 Fahrzeugen. Im zweiten Qualifying war es Valentin Hummel, der mit einer 1.31,977Min. gegenüber 1.32,075Min.schneller als sein Teamkollege war, jedoch reichte die Zeit im Vergleich zu Europas besten GT-Fahrern nur zu Startplatz 23 von 30 Fahrzeugen. Im ersten Rennen fuhr Michael Petit den Start, verlor jedoch durch einen Dreher wertvolle Zeit und kam auf Platz 24 liegend zum Fahrerwechsel in die Box. Valentin Hummel fuhr im Anschluß konstant Zeiten von 1.33,xxx Min. und überquerte dann auf Platz 23 von 27 gewerteten Fahrzeugen die Ziellinie.



Beim wegen regennasser Fahrbahn hinter dem Safetycar gestarteten zweiten Rennen fuhr Valentin Hummel den Start und konnte mit konstanten Zeiten von meist 1.32,xxx Min. und einer besten Rundenzeit von 1.32,559 Min. die schnellste Rennrunde aller 4 Fahrer im Team verzeichnen. Kurz vor dem Fahrerwechsel kam er jedoch kurz ins Gras und Kiesbett und verlor 15 Sekunden. Bemerkenswert an seiner Fahrt war, daß er bis dahin viele Runden problemlos Klaus Ludwig auf Lamborghini direkt vor sich folgen und Jean-Denis Deletraz auf Audi R8 hinter sich halten konnte. Nach dem Fahrerwechsel hatte das Fahrzeug keine richtige Leistung mehr und es stellte sich in der Box ein Schaden am mechanischen Lader heraus, welcher das Team nach 24 Runden zur Aufgabe zwang. Auch wenn das Resultat den Youngster nebst Teamkollegen nicht zufrieden stellte, so haben sie in überzeugender Art und Weise diese sportlich sehr ambitionierte Herausforderung gemeistert und es bleibt zu hoffen, daß das notwendige Budget für das nächste Rennen in Portimao an der Algarve von Sponsoren zur Verfügung gestellt wird. Wir drücken dafür die Daumen.