25.03.2011 -  Test auf Porsche 997 GT3 R bei Manthey Racing

Um für den wichtigen Test am Freitagmorgen ausgeschlafen zu sein, reiste Valentin Hummel schon am Donnerstagabend an und übernachtete im Hotel an der Rennstrecke. Am nächsten Morgen ging es dann schon früh los, allerdings wurden erst ein paar Tests mit dem Auto gefahren, mit verschiedenen Dämpferabstimmungen, bevor Valentin dann das Steuer für 6 Runden übernehmen durfte.

Bevor Valentin starten konnte, musste erst der Sitz und die Gurte auf ihn angepasst werden. Da Valentin in Dubai schon einen Porsche 997 Cup gefahren war, musste ihm die Technik im Cockpit des Porsche 911 GT3 R nicht nochmal erklärt werden.

Geplant waren zwei Stints mit jeweils 3 Runden. Nach zwei Runden Nordschleife musste Valentin jedoch schon reinkommen, weil die Gurte nicht stramm genug waren und somit ein sicheres Gefühl für das Auto auf der welligen Nordschleife nicht gewährleistet war. Nachdem das Auto dann nochmals aufgetankt wurde und der Luftdruck der Reifen angepasst wurde, sollte Valentin die restlichen 4 Runden an einem Stück fahren. Mit engeren Gurten und einem dadurch deutlich besseren Gefühl für das Auto kam Valentin schnell auf sehr gute Rundenzeiten, mit einer schnellsten Rundenzeit von 8:32 Min. in der 2. Runde über die VLN-Strecke, also GP-Kurs mit Nordschleife.

Die 3. noch schnellere Runde brach Valentin nach einer Fehlermeldung im Cockpit, die sich nicht wegdrücken ließ, sicherheitshalber ab und fuhr in die Box. Nach kurzer Fehleranalyse wurde eine defekte Sicherung als Grund der Fehlermeldung identifiziert. Danach fuhr Valentin noch eine weitere Runde, um zu sehen, ob der Fehler wieder auftritt. Mit kalten Reifen war auf der einen Runde dann aber auch keine schnellere Zeit drin. Valentin sagte nach dem Test: "Es war noch viel Luft vor allem in den schnellen Passagen, in denen man erst das volle Vertrauen in das Auto braucht und man sich langsam an das Limit herantasten muss."  Lobende Worte kamen auch vom Reifeningenieur, der erstaunt über den konstanten Reifendruck bei seinen beiden Messungen war, bei denen sich der Druckunterschied um 1/100 Bar handelte: "Das zeugt von einer sehr gleichmäßigen Fahrweise." Beeindruckt von Valentins Leistung plant Olaf Manthey weitere Einsätze. Weiter so!