07.03.2010 -  Valentin Hummel überrascht mit Tagesbestzeit im KSM-Team

Bei seinem Debüt auf einem LMP2-Auto sorgte der erst 18J344T alte Valentin Hummel  für eine handfeste Überraschung. Bei Temperaturen um 4°C, leichtem Nieselregen und stark böigem Wind startete der Youngster um 15.38Uhr zu seiner ersten Runde, nachdem Hideki Noda schon 12 Runden mit einer besten Rundenzeit von 1:55,765 Min absolviert hatte und Stephane Lemeret nach einem Dreher in der ersten gezeiteten Runde auf seine Weiterfahrt verzichtete. Bereits in seiner 13. Runde fuhr er eine Zeit von 1:53,495 Min und in seiner 14. Runde sogar eine 1:52,901 Min., was bis am Ende des Tages  als die beiden schnellsten Runden von allen 5 Fahrern bestehen bleiben sollte.

Dabei ging Valentin wie eh und je ruhig, sehr konzentriert und professionell an die neue Aufgabe heran. 

Am Anfang sass er noch recht aufrecht im Rennfahrzeug, legte sich jedoch mit zunehmender Routine immer tiefer in die Rennschale hinein.



In seiner 22. Runde verzeiichnete er dann in Sektor 1 eine 35,197 Sek.,was gegenüber seiner bis dahin besten Rundenzeit nochmals eine Steigerung um  0,237 Sek. entsprach.

Leider machte ihm aber eine heftige, von schräg hinten kommende Böe bei 252km/h in der schnellen Rechts nach der Mistral-Geraden einen Strich durch die Rechnung, liess den aerodynamischen Abtrieb zusammenbrechen und zwang das Fahrzeug in einen mehrfachen Dreher in dessen Folge die Reifen bis auf die Karkasse durchgeschliffen wurden. Nachdem wieder neue Reifen montiert waren blieb jedoch nicht mehr genug Zeit, um das Fahrzeug noch besser kennenzulernen und die Rundenzeit noch zu verbessern, denn schon um 18.50Uhr ging das Flugzeug ab Marseille nach Deutschland zurück und so verabschiedete er sich um 17Uhr hastig von allen Beteiligten. Schon auf der Fahrt zum Flughafen büffelte er dann für die Schule, denn am nächsten Tag stand eine Klausur im Fach Kunst an, deren Note in den Abitur-Durchschnitt mit eingeht. Von den Fahrerkollegen konnte Jonathan Hirschi in seiner 15. Runde eine 1;53,798 Min. als drittbeste Zeit im Team an diesem Tag  verzeichnen. Beim Abendessen wurde Hideki Noda aus Japan ein kräftiges "Happy birthday" gesungen und ein Kuchen überreicht., denn er hatte just an diesem Tag Geburtstag. Über sein Alter schwieg er sich jedoch über das ganze Gesicht grinsend aus.

Am nächsten Tag hatte dann der Nieselregen aufgehört, ,jedoch stürmte es immer noch bei unverändert niedrigen Temperaturen. Unter diesen Bedingungen  und mit neuen Reifen fuhr Jonathan Hirschi eine 1:52,799 Min. und Hideki Noda eine 1:52,198 Min. als beste Rundenzeiten.

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Wir hoffen, daß Valentin auch beim Saisonauftakt dabei sein kann und drücken dafür schon jetzt die Daumen.