01.05.2010 - Platz 2 im ersten Saison-Rennen bei den Sportprototypen in der ESCC 

Nachdem feststand, dass Valentin Hummel in der European Sports Car Challenge (ESCC) im Team Hoffmann Racing am Nürburgring in der Division 2 starten wird, reiste Valentin schon am Donnerstag zum Testen an. In zwei Stints je 20 Minuten konnte er den CN PRC-Honda etwas kennen lernen und die Strecke schonmal trainieren. Die Erwartungen waren hoch, denn der Teamchef des österreichischen Teams, Roman Hoffmann (Bild unten), hat selbst schon 6-mal die  ESCC gewonnen.

 

Es waren 8 Fahrzeuge für die Division 1 und 10 Fahrzeuge für Division 2, in der Valentin startete, gemeldet. Im ersten Qualifying am Freitag Vormittag konnte Valentin sich mit Platz 2 in Division 2 und dem 4. Gesamtplatz vor dem letztjährigen Meister der Division 2, Thorsten Rüffer behaupten.

Das 2. Qualifying verlief nicht wie geplant und Valentin belegte für das 2. Rennen Startplatz 3 in der Division und den 5. in der Gesamtwertung. Valentin war mit gebrauchten Reifen in das 2. Qualifying gestartet und kam nach 4 Runden in die Box für einen Reifenwechsel. Nachdem die neuen Reifen zwei Runden angefahren und auf Temperatur gebracht wurden, startete Valentin zu seiner ersten fliegenden Runde. Nach den ersten beiden Sektoren befand er sich noch auf Bestzeitkurs, musste dann jedoch wegen gelber Flagge in Sektor 3 langsamer machen, wodurch er eine zweite fliegende Runde anhängen musste. Dort lief er jedoch früh auf ein viel langsameres Fahrzeug auf, das ihn in einer Kurve blockierte und damit mehrere Sekunden kostete. Diese fehlten ihm am Ende der Runde auf die Bestzeit.

Am späten Freitag Nachmittag startete dann noch das erste Rennen, bei dem es gleich am Start beim Anbremsen auf die erste Kurve eine Kollision zwischen Payr und Fiedler, die beide in Division 1 fahren, gab. Valentin konnte dabei nur knapp den herumfliegenden Trümmern ausweichen und hing dann mehrere Kurven hinter dem der beschädigten Fahrzeug von Fiedler fest, bis er vorbei kam. Bis dahin hatte er allerdings den Anschluss an die Spitze verloren und fuhr so seinen 2 Platz in der Division 2 und den 4. Gesamtrang sicher durchs Ziel. Am Ende des Freitags war Valentin sichtlich geschafft, da er eine Erkältung hatte, mit der 2 Qualifyings und ein Rennen an einem Tag sehr anstrengend waren.

Auf dem Podium stand Valentin dann neben dem Sieger Sven Barth, der als Profi auf einem Ligier-Honda gefahren war. Für den zweiten Platz hinter solch einem Konkurrenten gab es dann im Fahrerlager auch noch einige anerkennende Worte.

Bei der Fahrt aus dem Parc Fermé in die Box trat am Abend noch ein Kupplungsdefekt am Rennauto zu Tage, der noch bis in den späten Abend repariert werden musste. 

Am nächsten Tag ging es dann ohne Test in die Startaufstellung für das 2. Rennen. In der Einführungsrunde war dann plötzlich kein Druck mehr auf der Kupplung und Valentin musste zu Beginn des Rennens sich schnell auf das Bremsen mit dem linken Fuß umstellen um mit Rechts Zwischengas beim Runterschalten geben zu können. Nach 7 Runden wurde es dann laut aus dem Heck des PRC-Honda und Valentin vermutete schon einen Getriebe- oder Motordefekt durch das Schalten ohne Kupplung und fuhr auf Position 2 in der Klasse und Platz 5 im Gesamtklassement liegend sicherheitshalber an die Box. Dort stellte sich heraus, dass die Hydraulikleitung der Kupplung geborsten und der Endschalldämpfer während dem Rennen abgefallen war. Die Aufgabe wegen technischem Defekt war die sicherere Enstscheidung, denn am Ende wäre das Auto noch abgebrannt oder es wäre ein größerer Schaden entstanden. Es war jedoch schade um die Punkte für die Meisterschaft.