09.04.2011 - Ausfall nach technischem Defekt bei der Erzgebirgsrallye 

Am späten Freitagabend startete der erste Lauf der diesjährigen ADAC Rallye Masters im idyllischen Stollberg im Erzgebirge. Viele in der Rallyeszene bekannte Namen fanden sich auf der Starterliste der „Erze“ und so war der BMW 120d vorher noch gründlich rallyetauglich aufgerüstet worden. In der Dämmerung brachen Valentin Hummel und Co-Pilotin Katja Geyer dann gegen 18.30 Uhr zur ersten Nacht-WP, dem Rundkurs Jahnsdorf, auf. Hier gelang es beiden bereits nach der ersten Prüfung bis auf Rang 17 in der Gesamtwertung und auf Platz 5 in ihrer Division vorzufahren, um damit die starke "Frontkratzer"-Konkurrenz mal wieder alt aussehen zu lassen.

 

Leider ging der erste Abend nicht ganz ohne Stress und Hektik zu Ende, nachdem der BMW vor dem Service auf Notprogramm umgeschalten hatte und sich die Maximal-Drehzahl daraufhin nur noch auf 2.500 U/Min beschränkte. Bis zur letzten Minute wurde der Service genutzt und noch auf dem Weg zum Parc Fermé fand Valentin im letzten Moment eine akzeptable Lösung. So verbrachte man die Nacht in gespannter Erwartung bis zum Start am nächsten Morgen.

Am Samstag ging es nach einem glücklicherweise reibungslosen Start in Richtung Schlettau zur WP2, einer Start-Ziel-Prüfung im freien Gelände mit einigen tückischen „Mausefallen“. Trotzdem fuhr das Team Hummel/Geyer hier eine weitere richtig gute Zeit. Auch die dritte WP, der Rundkurs Mildenau, wurde voller Konzentration in Angriff genommen als kurze Zeit später der Defektteufel am Fahrwerk zuschlug.

Vermutlich hatte sich die Mutter der rechten Stoßdämpferkolbenstange gelöst und heruntergedreht als auf der nächsten Kuppe in WP3 der Stoßdämpfer aus seiner Führung fiel und das Rad im Radkasten um ca. 30° nach innen kippte. Mit verminderter Bremsleistung und zu wenig Grip auf dem rechten Vorderrad  wurde die nächste Rechts zum Verhängnis und Auto und Besatzung machten die Bekanntschaft  mit einer Mildenauer Böschung auf der linken Seite der Strecke. Nichtsdestotrotz fuhr das Team mit schiefem Vorderrad, platter Tür und Seitenwand und ohne Seitenscheibe die WP noch zu Ende um die gute Platzierung der vorigen WPs zu verteidigen. Auf dem Serviceplatz angekommen stellten die Mechaniker von Moufang Motorsport fest, dass hier die Erzgebirgsrallye für Valentin und Katja aufgrund dieses technischen Defekts frühzeitig beendet war. Wichtige Teile des Stossdämpfers waren am Streckenrand liegen geblieben, die Kolbenstange verbogen und auch keine notwendigeTüre mit Scheibe und Aussenspiegel dabei. So blieb nur noch Aufladen.


Der BMW wird jetzt bis zum kommenden Wochenende wieder fahrbar gemacht, wenn Valentin mit seinem Vater Gerolf als Co-Pilot zum ersten Mal gemeinsam beim DRM-Lauf in Vogelsberg antreten wird. Wir hoffen, dass diesmal die Technik dem Fahrvergnügen kein vorzeitiges Ende beschert.