25.09.2010 - Klassensieg beim 8. VLN-Rennen der Saison

Zum ersten Mal in diesem Jahr startete Valentin mit dem BMW 120d Coupé im familieneigenen eco:racing-Team in der VLN - Langstreckenmeisterschaft auf der Nüburgring Nordschleife, und das alleine. Da das Auto dieses Jahr noch nicht eingesetzt wurde, sollte Freitag Nachmittag erst noch eine vom Reglement vorgeschriebene Leistungsmessung auf dem Prüfstand von Manthey Racing erfolgen. Auf der Autobahn hatte der Anhänger jedoch auf einmal eine Reifenpanne denn ein Reifen war platt . Dies warf den Zeitplan für die Anreise durch den unplanmässigen Reifenwechsel komplett durcheinander. Um 40 Minuten zu spät bei Manthey angekommen mußte dann die schlechte Nachricht, dass es für heute keine Leistungsmessung mehr gibt, erst einmal verkraftet werden. Alles umsonst?. Zum Glück erklärte sich die Prüfstandscrew bereit, am Samstag um 6:30 Uhr die Leistungsmessung noch zu machen und es wurde somit doch noch möglich, an der Rennveranstaltung Teil zu nehmen. Valentin kam erst Freitag Abend am Nürburgring an, weil er zur Zeit Praktikum für sein Maschinenbau-Studium macht, welches im Oktober beginnt, und er ahnte von dem stressigen Tag seines Vaters nichts.

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es für den BMW dann endlich zur Leistungsprüfung und Valentin musste noch zur Dokumentenabnahme. Außerdem hat Valentin inzwischen einen Testauftrag der Firma Autoflug, die normalerweise im militärischen Bereich tätig ist und die Schutzanzüge von Piloten und Panzerbesatzungen entwickeln und herstellt. Dieses Know-How soll jetzt auch den Rennpiloten zu Gute kommen und Valentin testet zur Zeit den neuartigen Fahreranzug namens VentSuit, der den Fahrer mit Luft kühlt. Der Anzug ist schon FIA-zertifiziert, musste aber trotzdem nochmal separat von den technischen Kommisaren abgenommen werden.

Nach der Fahererbesprechung um 7:45 Uhr ging es um 8:30 endlich mit dem Zeittraining los und nachdem die Regenreifen für die nasse Strecke aufgezogen waren, ging Valentin auf Zeitenjagd. Nach einigen schnellen Runden war Valentin mit einer Zeit von 12:22,3 Min. auf dem 1. Platz in seiner Klasse und auf dem 171. im Gesamt.klassement von 201 gemeldeten Startern.

Für das Rennen war auch Regen vorher gesagt und weil kurz vor dem Start die Sonne schien, entschied sich Valentin mit Intermediats (Reifen für nasse und trockene Straße) zu starten. Beim Start ging es äußerst eng zu, da ein außerordentlich großes Starterfeld von 198 Fahrzeugen, aufgeteilt in 3 Startgruppen, ins Rennen geschickt wurde. Valentin konnte jedoch profitieren und arbeitete sich vom Start an nach vorne und hatte nach der ersten Runde schon 10 Plätze Gut gemacht. Nach einigen Runden konnte er dann aber die Speed der mit Slicks bereiften Konkurrenz nicht mehr mitgehen, da seine Intermediats bei den trocken bleibenden Verhältnissen schnell überfordert waren. Das gesamte Rennen über regnete es nicht, was in der Eifel die Ausnahme ist,, denn es war  sogar Regen angesagt.

Das große Starterfeld machte sich nach einigen Runden und bis zum Ende des Rennens durch viele zum Teil sehr schwere Unfälle bemerkbar, was dann nach fast 3 Stunden und 8 Minuten zum Abbruch des Rennens führte. Valentin kam jedoch ohne Berührung durchs Rennen, kurz vor dem Abbruch hatte er jedoch eine brennzlige Situation, als nach der Start-Ziel-Geraden beim Anbremsen auf die erste Kurve die Bremse versagte und Valentin ins Kiesbett rutschte und knapp einen Einschlag in die Reifenstapel verhindern konnte. Ohne Bremswirkung fuhr er noch einmal die gesamte Strecke im gemäßigten Renntempo und kam in die Box. Gerade als er in der Box ankam, wurde das Rennen abgebrochen. Die Ursache für das Bremsversagen wird dann in den nächsten Tagen in der Werkstatt ermittelt. Nach Sichtprüfung steht jedenfalls jetzt schon fest, daß die Beläge total verschlissen waren. Nach nunmehr ca. 10.000km nicht verwunderlich.

Am Ende reichte es dank des Rennabbruchs noch für den Klassensieg und den 129. Gesamtrang. Auch das VentSuit-System hat gut funktioniert und obwohl Valentin die gesamte Renndistanz alleine gefahren war, sagte er beim Aussteigen, er hätte noch 2 Stunden weiter fahren können. So hatte das Rennwochenende trotz vieler Hürden einen versöhnlichen Ausgang genommen.