30.10.2010 - Wie gewonnen, so zerronnen

Beim letzten VLN-Rennen der Saison 2010, dem 35. Münsterlandpokal, auch "Schinkenrennen" genannt, fuhr Valentin Hummel bei Sorg Motorsport auf einem BMW 325i in der Klasse V4 neben Manuel Paßberger und Sascha Pilz.

Um am Freitag noch ein paar Testrunden mit dem ihm unbekannten BMW zu drehen, fuhr Valentin direkt von der Uni an den Nürburgring und stieg dort sofort in das Rennauto. Nach wenigen Runden wurde Valentin schon klar, dass man die Hinterachsabstimmung ändern muss, um mehr Vertrauen in das Heck zu bekommen. Valentin schlug vor, die Dämpfer hinten härter zu stellen und nach Absprache mit den Teamkollegen und den Teamchefs Daniel und Benjamin Sorg wurde das Fahrwerk dementsprechend umgestellt.

Am Samstagmorgen startete Manuel Paßberger als Erster in das Zeittraining. Nach einem schweren Unfall wurde jedoch mit der roten Flagge abgebrochen. Nachdem das Zeittraining wieder freigegeben war, ging dann Valentin auf Bestzeitenjagd. In seiner zweiten Runde fuhr er eine 10:13 min. was unter Anbetracht des Umstandes, dass er im Bereich Hatzenbach einem auf dem Dach liegenden Clio über den Rasen ausweichen musste, eine sehr gute Zeit war. Zu dem Zeitpunkt lag Valentin auf dem 3. Startplatz in der Klasse. Nach Valentin übernahm Sascha Pilz das Steuer, konnte aber auf der schneller werdenden Strecke keine neue Bestzeit fahren, wodurch am Ende Startplatz 6 von 10 Startern in der Klasse und Platz 141 im Gesamt herauskam.

Zum Rennen wünschte auch Dr.-Ing. Bernd Lenzen vom Fachbereich Verbrennungskraftmaschinen der TU Darmstadt Valentin viel Erfolg. Dieser war extra gekommen, um das neue Mitglied des Formula Student-Teams der TU in Aktion zu sehen. Als schnellster Fahrer im Team fuhr Valentin den Start und konnte gleich in der ersten Runde zwei Konkurrenten in der Klasse überholen. Dabei musste er jedoch so stark an das Limit des Autos gehen, dass die Reifen anfingen zu überhitzen und Valentin langsamer machen musste, um die Reifen zu schonen. Dabei lieferte er sich einen harten Kampf mit dem auf Platz 5 hinter ihm liegenden BMW, konnte diesen aber bis zum Boxenstop in Schach halten. Bei dem sehr schnellen Boxenstop löste Manuel Paßberger Valentin ab. Der konnte jedoch die gewonnen Plätze nicht halten und fiel auf Platz 6 zurück. Außerdem musste er mit immer schwächer werdenden Bremsen eine Runde früher an die Box kommen als geplant. Dort wurden dann die Bremsbeläge außerplanmäßig gewechselt und Sascha Pilz wurde für den letzten Stint auf die Strecke geschickt. Der Bremsbelagwechsel hatte jedoch 2 Plätze gekostet, die Sascha Pilz auch nicht mehr zurück gewinnen konnte und so landete das Team auf Platz 8 in der Klasse V4 und Platz 117 von 193 gestarteten Fahrzeugen im Gesamt. Mit einer 10.09Min. konnte Valentin igegenüber Manuel mit 10.20Min. die schnellste Runde des Fahrertrios verzeichnen. Diese Tatsache gepaart mit der aussergewöhnlich tollen Gastfreundschaft des Teams Sorg lies die Saison positiv ausklingen.